Intel Core i7-14700K

Ein LGA1700-Prozessor mit 20 Kernen und 28 Threads (8 Performance- und 12 Efficient-Kerne), bis zu 5,6 GHz Turbo, 33 MB Cache, 125 W Basisleistung und DDR5- oder DDR4-Unterstützung.

Intel Core i7-14700K

Vollständiges Datenblatt

Architecture14th Gen Intel Core (formerly Raptor Lake), Intel 7 process
Cores20 (8 Performance-cores + 12 Efficient-cores)
Threads28
Max Turbo FrequencyUp to 5.6 GHz
P-core Max Turbo / Base5.5 GHz / 3.4 GHz
E-core Max Turbo / Base4.3 GHz / 2.5 GHz
Cache33 MB Intel Smart Cache, 28 MB total L2
Processor Base Power125 W
Maximum Turbo Power253 W
SocketFCLGA1700
MemoryUp to DDR5-5600 or DDR4-3200, 2 channels, up to 192 GB, 89.6 GB/s
PCIePCIe 5.0 and 4.0, up to 20 lanes
Integrated GraphicsIntel UHD Graphics 770 (32 execution units)
Max Operating Temperature100 C
LaunchQ4 2023

Der Intel Core i7-14700K ist ein Desktop-Prozessor der 14. Generation der Intel-Core-Familie, die Intels Spezifikationsdatenbank unter dem früheren Codenamen Raptor Lake einordnet. Er nutzt ein Hybrid-Design mit acht Performance-Kernen und zwölf Efficient-Kernen, insgesamt zwanzig Kerne, und passt in den Sockel LGA1700, sodass er in LGA1700-Mainboards passt. Intel nennt als Einführung das vierte Quartal 2023 und einen empfohlenen Kundenpreis von 409 bis 419 US-Dollar; das ist ein vom Hersteller festgelegter Listenpreis der Einführungszeit, kein aktueller Marktpreis. Diese Seite gibt die veröffentlichten Daten wieder, erklärt, was die Zahlen bedeuten, und verzichtet bewusst auf Benchmark-Aussagen, da die Quelle keine liefert.

Kerne und Threads

Intels Tabelle nennt insgesamt 20 Kerne, aufgeteilt in 8 Performance-Kerne und 12 Efficient-Kerne, mit insgesamt 28 Threads. Die Threadzahl ergibt sich aus dem Aufbau: Hyper-Threading wird unterstützt, die acht Performance-Kerne bearbeiten je zwei Threads, also sechzehn, und die zwölf Efficient-Kerne steuern je einen Thread bei, zusammen achtundzwanzig. Als unterstützt ist Intel Thread Director aufgeführt, der Hardware-Rückmeldemechanismus, der dem Betriebssystem hilft zu entscheiden, welche Kernart welche Aufgabe übernimmt. Wenn Ihnen das Hybrid-Layout neu ist, erklärt unser Artikel zu SMT und Hyper-Threading, was ein Thread ist und wie er sich von einem Kern unterscheidet.

Taktfrequenzen

Die beiden Kernarten haben getrennte Frequenztabellen. Die Performance-Kerne haben eine Basisfrequenz von 3,4 GHz und eine maximale Turbo-Frequenz von 5,5 GHz. Die Efficient-Kerne haben eine Basisfrequenz von 2,5 GHz und einen maximalen Turbo von 4,3 GHz. Die maximale Turbo-Frequenz insgesamt beträgt 5,6 GHz, und auch für Intel Turbo Boost Max Technology 3.0 ist derselbe Wert von 5,6 GHz angegeben; diese Technik erkennt den oder die leistungsstärksten Kerne und erhöht deren Takt bei Bedarf im Rahmen von Leistungs- und Temperaturgrenzen. Die Spitzenfrequenz von 5,6 GHz gilt für diese bevorzugten Kerne in kurzen Schüben und nicht als dauerhafte Allkern-Geschwindigkeit. Intel weist außerdem darauf hin, dass der dynamische Betriebsbereich von Leistungs- und Temperaturbedingungen abhängt; das tatsächliche Verhalten richtet sich also nach Kühler und Mainboard-Einstellungen.

Cache

Der Prozessor besitzt 33 MB Intel Smart Cache, den gemeinsam genutzten Last-Level-Cache, sowie insgesamt 28 MB L2-Cache. Ein Cache ist ein kleiner, schneller Speicher auf dem Die, der kürzlich benutzte Daten nahe an den Kernen hält. Latenzangaben je Stufe macht Intel nicht; jede Aussage über Geschwindigkeitseffekte ginge daher über die Quelle hinaus.

Leistungsangaben

Intel nennt eine Processor Base Power von 125 W und eine Maximum Turbo Power von 253 W. Der erste Wert ist die Leistung, für die der Chip bei Basisfrequenz unter Dauerlast charakterisiert ist; der zweite ist die höhere Grenze, die er während des Turbo-Betriebs aufnehmen darf. Der Abstand zwischen beiden erklärt, warum Kühler und Spannungsversorgung bei dieser Prozessorklasse wichtiger sind, als der Basiswert vermuten lässt. Mainboard-Hersteller stellen diese Grenzen oft im Firmware-Menü ein, und ihr Zusammenspiel beschreibt unser Ratgeber zu PL1- und PL2-Leistungsgrenzen im Vergleich zu AMD PBO. Intels Thermal Solution Specification lautet PCG 2020A, die maximale Betriebstemperatur beträgt 100 Grad Celsius (T Junction 100 Grad Celsius), und das Gehäuse misst 45,0 mm mal 37,5 mm.

Speicherunterstützung

Der Speichercontroller unterstützt DDR5 bis 5600 MT/s und DDR4 bis 3200 MT/s bei zwei Speicherkanälen, einer maximalen Speichergröße von 192 GB und einer maximalen Speicherbandbreite von 89,6 GB/s. Es kann immer nur ein Speichertyp genutzt werden, und welcher, entscheidet das Mainboard, denn jedes LGA1700-Board ist entweder für DDR5- oder für DDR4-Steckplätze gebaut. Intel gibt außerdem ECC-Speicherunterstützung mit Ja an, was in der Praxis zusätzlich vom Mainboard und der Plattform abhängt. Die Wahl zwischen beiden Generationen behandelt unser Kaufratgeber DDR5 gegen DDR4.

Integrierte Grafik

Der Prozessor enthält Intel UHD Graphics 770 mit 32 Execution Units, einer Grafik-Basisfrequenz von 300 MHz und einer maximalen dynamischen Frequenz von 1,6 GHz. Unterstützte Ausgänge sind eDP 1.4b, DisplayPort 1.4a und HDMI 2.1, mit maximal 4096 x 2160 bei 60 Hz über HDMI, 7680 x 4320 bei 60 Hz über DisplayPort und 5120 x 3200 bei 120 Hz für ein integriertes Flachbild, sowie bis zu vier Displays. Aufgeführt sind außerdem Intel Quick Sync Video und Intel Clear Video HD Technology, DirectX 12, OpenGL 4.5 und OpenCL 3.0 sowie zwei Multi-Format-Codec-Engines. Für die alltägliche Bildausgabe und die Videowiedergabe kann das genügen; für Spiele ist eine dedizierte Grafikkarte die übliche Wahl.

Plattform, PCI Express und Sockel

Der Sockel ist FCLGA1700, und der Chip unterstützt eine Ein-Prozessor-Konfiguration. Die PCI-Express-Unterstützung ist mit Revision 5.0 und 4.0 angegeben, mit bis zu 20 Lanes und Konfigurationen bis 1x16+4 oder 2x8+4. Die Direct Media Interface Revision 4.0 mit bis zu acht Lanes verbindet den Prozessor mit dem Chipsatz. Als Mainboard-Beispiel aus dieser Datenbank, das diese Generation unterstützt, sei das ASUS PRIME B760-PLUS genannt, das Intel-Core-Prozessoren der 14., 13. und 12. Generation als unterstützt aufführt. Board-Hersteller verlangen für neuere Chips unter Umständen ein BIOS-Update; prüfen Sie daher vor dem Kauf die Kompatibilitätsliste. Unser Plattform-Ratgeber zu AM4, AM5 und LGA1700 ordnet den Sockel ein.

Funktionen und Befehlssatz

Intel nennt den 64-Bit-Befehlssatz mit den Erweiterungen SSE4.1, SSE4.2 und AVX2, Enhanced Intel SpeedStep, Intel Speed Shift Technology, Intel Turbo Boost Technology 2.0 und Intel Deep Learning Boost auf der CPU. Virtualisierung deckt VT-x, VT-d und VT-x mit Extended Page Tables ab. Zur Sicherheitsliste gehören Intel Boot Guard, Intel Control-Flow Enforcement Technology, Intel AES New Instructions, Intel OS Guard, Intel Secure Key, Execute Disable Bit und Trusted Execution Technology. Der Chip ist außerdem als Intel-vPro-tauglich aufgeführt, was vor allem für Unternehmensflotten relevant ist. Als Einsatzbedingungen sind PC, Client und Workstation genannt.

Wie Sie diese Informationen nutzen

Aus dem Datenblatt ergeben sich einige praktische Prüfpunkte. Erstens: Klären Sie, ob das Mainboard den Prozessor unterstützt, einschließlich der BIOS-Version. Zweitens: Entscheiden Sie sich über die Wahl des Boards für DDR5 oder DDR4, denn der Chip kann beides, ein Board aber nicht. Drittens: Planen Sie Kühler und Spannungsversorgung so, dass sie die Turbo-Leistung von 253 W bewältigen, denn Intels Seite nennt keinen Kühler. Viertens: Die integrierte Grafik ist eine Option und keine Pflicht, wenn Sie eine Grafikkarte ergänzen. Um die Zahlen neben ein verwandtes Modell zu legen, öffnen Sie den Vergleich mit dem Core i7-13700K oder stöbern Sie in der gesamten Prozessor-Kategorie. Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus der vom Hersteller veröffentlichten Spezifikation; keine ist ein gemessenes Benchmark-Ergebnis. Auch die Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen der Liste sind Herstellerangaben und hängen von Plattform und Firmware ab.

Produktbild: INVADER PC, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons.