AMD Radeon RX 9060 XT (16GB)
Eine Grafikkarte der Radeon-RX-9000-Serie mit 32 Compute Units, 2048 Stream-Prozessoren, 16 GB GDDR6 an einem 128-Bit-Bus, 32 MB Infinity Cache, 160 W typischer Platinenleistung und einem einzelnen 8-Pin-Anschluss.

Vollständiges Datenblatt
| Series | Radeon RX 9000 Series |
|---|---|
| Memory Configuration | 16 GB (page title: RX 9060 XT 16GB) |
| Compute Units | 32 |
| Stream Processors | 2048 |
| Ray Accelerators | 32 |
| AI Accelerators | 64 |
| ROPs | 64 |
| Texture Units | 128 |
| Boost Clock | Up to 3130 MHz |
| Game Clock | 2530 MHz |
| Memory | 16 GB GDDR6, 128-bit |
| Memory Speed | Up to 20 Gbps |
| Memory Bandwidth | Up to 320 GB/s |
| Infinity Cache | 32 MB |
| Peak Pixel Fill-Rate | Up to 200.3 GP/s |
| Peak FP32 (Vector) | 25.6 TFLOPs |
| Peak FP16 (Matrix) | 103 TFLOPs (205 TFLOPs with structured sparsity) |
| Peak INT8 (Matrix) | 205 TOPs (410 TOPs with structured sparsity) |
| Transistors | 29.7 billion |
| Typical Board Power | 160 W |
| Power Connector | 1 x 8-pin |
| Minimum PSU Recommendation | 450 W |
| Bus | PCIe 5.0 x16 |
| Outputs | DisplayPort 2.1a, HDMI 2.1b |
| Media Engine | AV1, H.265/HEVC and H.264 encode and decode (4K) |
Die AMD Radeon RX 9060 XT ist eine Desktop-Grafikkarte der Radeon-RX-9000-Serie, und die von uns genutzte Seite beschreibt die Version mit 16 GB, denn ihr Titel lautet „AMD Radeon RX 9060 XT (16GB)“. AMDs Leitsatz lautet „All You Need For Incredible Gaming“, und die Spezifikation ordnet sie als Karte für Spiele in 1080p und 1440p ein, nicht für die höchsten 4K-Stufen. Die Seite zeigt ein Künstler-Rendering und vermerkt, dass das Bild nicht käuflich erhältlich ist; das Bild bei uns ist also eine Marketing-Illustration des Referenzdesigns und kein Foto einer bestimmten Partnerkarte. AMD nennt weder Preis noch Erscheinungsdatum, deshalb führt dieser Eintrag beides nicht auf. Alles Folgende ist die veröffentlichte Herstellerspezifikation mit einigen klar gekennzeichneten Rechnungen. Wir haben die Karte nicht getestet.
Rechenressourcen
AMD nennt 32 Compute Units, 2048 Stream-Prozessoren, 32 Ray Accelerators und 64 AI Accelerators sowie 128 Textureinheiten und 64 ROPs. Die Boost-Frequenz beträgt bis zu 3130 MHz, die Game-Frequenz 2530 MHz. AMD erklärt in den Fußnoten, dass die Boost-Frequenz das Maximum ist, das die GPU bei stoßartiger Last erreichen kann, und von den thermischen Bedingungen und der Anwendung abhängt, während die Game-Frequenz der erwartete Takt bei typischen Spielen und typischer Gesamtleistung der Grafikkarte ist. Die Transistorzahl beträgt 29,7 Milliarden. Zum Namen zeigt unser Erklärstück zu den GPU-Namensstufen, wo eine Karte der 60er-Klasse mit XT-Zusatz in einer Generation meist liegt: im unteren Mittelfeld.
Passen die Durchsatzwerte zusammen?
Eine kurze Kontrolle zeigt, dass das Datenblatt in sich stimmig ist. AMD nennt eine Pixel-Füllrate von bis zu 200,3 GP/s, und 64 ROPs mal 3130 MHz Boost-Takt ergeben 200,3 GP/s; der Wert folgt also direkt aus den Zahlen der Seite. Der Spitzenwert für Vektor-Einfachpräzision von 25,6 TFLOPs passt zu 2048 Stream-Prozessoren bei 3130 MHz, wenn jeder als vier Gleitkomma-Operationen pro Takt gezählt wird; das ist unsere Lesart von AMDs Zählweise und steht nicht auf der Seite. Die Seite nennt außerdem eine FP16-Matrix-Spitze von 103 TFLOPs, 205 TFLOPs mit Structured Sparsity, FP8-Matrix 205 TFLOPs, 410 TFLOPs mit Sparsity, INT8-Matrix 205 TOPs, 410 TOPs mit Sparsity, und INT4-Matrix 410 TOPs, 821 TOPs mit Sparsity. Das sind theoretische Spitzenwerte, nützlich zum Vergleich von Entwürfen, aber keine Vorhersage dessen, was ein Spiel oder eine KI-Anwendung erreicht.
Speichersubsystem
Die Karte trägt 16 GB GDDR6 an einer 128-Bit-Schnittstelle mit bis zu 20 Gbit/s. 20 Gbit/s mal 128 Bit geteilt durch acht ergeben 320 GB/s, was AMDs angegebener Speicherbandbreite genau entspricht. Ein 32 MB großer AMD Infinity Cache sitzt vor dem Speicher und verringert, wie oft der schmale Bus genutzt werden muss. Interessant ist an dieser Karte die Kapazität: Ein 128-Bit-Bus ist schmal, aber 16 GB Speicher lassen reichlich Platz für hochauflösende Texturen. Unser Ratgeber zum benötigten Grafikspeicher erklärt, warum Kapazität und Bandbreite verschiedene Fragen sind. Beachten Sie, dass die Seite nur die 16-GB-Konfiguration behandelt; andere Speichervarianten beschreiben wir nicht, weil die Seite es nicht tut.
Leistungsaufnahme, Anschlüsse und Größe
Die typische Platinenleistung beträgt 160 W, der zusätzliche Stromanschluss ist ein einzelner 8-Pin-Stecker, und AMDs Mindestempfehlung für das Netzteil liegt bei 450 W. Als Bus nennt die Seite PCIe 5.0 x16. Länge und Slotbreite dieses Modells nennt sie nicht, und die Boardpartner entwerfen eigene Kühler und Platinen, sodass Abmessungen, Lüfteranordnung und Anschlusslage von Karte zu Karte abweichen. Prüfen Sie vor dem Kauf Länge und Dicke der konkreten Karte gegen Ihr Gehäuse. Ein einzelner 8-Pin-Anschluss ist außerdem für ein bescheidenes Netzteil leichter zu bedienen als die Karten mit zwei Anschlüssen darüber; wenn Sie Adapter oder Splitter verwenden, lesen Sie vorher unseren Hinweis zu Daisy-Chaining und Adaptern.
Bildausgänge und Medienfunktionen
Als Ausgänge sind DisplayPort 2.1a und HDMI 2.1b aufgeführt. AMD nennt 4K-Unterstützung über HDMI und führt 4K-Decodierung und -Codierung für H.264 und H.265/HEVC sowie AV1-Decodierung und -Codierung auf, die Karte beherrscht die gängigen modernen Videocodecs also in Hardware. Die Liste der unterstützten Technologien umfasst AMD Software Adrenalin Edition, AMD FSR Redstone, AMD Fluid Motion Frames, AMD Noise Suppression, Radeon Super Resolution, Smart Access Memory, Smart Access Video, Privacy View, Radeon Boost, Enhanced Sync, FreeSync, Radeon Chill, Virtual Super Resolution, Radeon Anti-Lag 2 und Radeon Image Sharpening 2. Welche davon auf einem System funktionieren, hängt vom Betriebssystem und von der Anwendung ab, wie AMDs eigene Fußnote sagt. Unterstützte Betriebssysteme sind Windows 10 und Windows 11 in 64-Bit-Ausgaben sowie 64-Bit-Linux.
Einordnung in unserer Datenbank
Zwei Karten in unserer Datenbank machen die Position deutlich. Die Radeon RX 9070 nennt 56 Compute Units, 3.584 Stream-Prozessoren, 16 GB GDDR6 an einem 256-Bit-Bus, 64 MB Infinity Cache, 220 W typische Platinenleistung, zwei 8-Pin-Anschlüsse und 650 W Netzteilempfehlung. Dagegen hat die 9060 XT 57 Prozent der Compute Units (32 geteilt durch 56), die halbe Busbreite und den halben Infinity Cache bei gleichen 16 GB Speicher, verlangt aber nur rund 73 Prozent der Platinenleistung und 450 W statt 650 W vom Netzteil; alles Rechnung aus den beiden Seiten. Die Radeon RX 7600 nennt ebenfalls 32 Compute Units, aber 8 GB Speicher, 165 W Platinenleistung und 550 W Netzteilempfehlung. Die beiden RDNA-Generationen zeigen sich an den Takten: 3130 MHz Boost bei der 9060 XT gegenüber 2655 MHz bei der RX 7600. Das Paar sehen Sie nebeneinander im Vergleich von RX 9060 XT und RX 7600, und die gesamte Grafikkarten-Kategorie steht zum weiteren Stöbern offen.
Praktische Hinweise zur Auswahl
Wer diese Karte in Erwägung zieht, sollte vor dem Kauf drei Dinge nacheinander prüfen. Erstens das Netzteil: Zählen Sie die vorhandenen 8-Pin-Kabel und vergleichen Sie die Gesamtleistung mit der Empfehlung des Herstellers, auch wenn Ihr bisheriges Netzteil ausreichend wirkt. Zweitens das Gehäuse: Weil die Seite keine Länge nennt, müssen Sie die Maße der konkreten Partnerkarte kennen und mit dem Platz hinter den Frontlüftern und unter dem Prozessorkühler abgleichen. Drittens den Monitor: Die Karte ist laut AMD für Spiele in den mittleren Auflösungen gedacht, und wer einen sehr hochauflösenden Bildschirm besitzt, sollte unabhängige Tests lesen, die genau diese Auflösung abdecken. Wer außerdem mit Videoschnitt oder Streaming arbeitet, kann die aufgeführten Codecs mit der Software abgleichen, die er einsetzt. Diese Hinweise sind allgemeine Kaufratschläge und keine zusätzlichen technischen Angaben zum Produkt.
Was die Seite nicht verrät
AMDs Seite nennt keinen Preis, kein Erscheinungsdatum, keine Die-Größe, keinen Fertigungsprozess, keine Länge der Referenzkarte und keine 8-GB-Variante. Sie zeigt ein Diagramm mit durchschnittlichen Bildraten in 1440p mit Ultra-Einstellungen in acht Spielen, mit einer Fußnote, nach der die Tests im Mai 2026 von AMDs Performance-Labors auf einem System mit Ryzen 7 9800X3D, 32 GB DDR5-6000 und einem bestimmten Treiber durchgeführt wurden. Diese Zahlen lassen wir bewusst weg: Es sind eigene Marketingdaten des Herstellers für eine Konfiguration, und sie veralten mit Treibern und Spielen. Nutzen Sie diesen Eintrag, um zu prüfen, ob die Karte zu Netzteil, Gehäuse und Monitor-Aufbau passt, und suchen Sie dann unabhängige Tests, die zu den Spielen und der Auflösung passen, die Ihnen wichtig sind.


