G.Skill Trident Z5 CK DDR5 CU-DIMM (48GB 2x24GB)

Eine DDR5-CU-DIMM-Familie mit Taktbaustein auf dem Modul, gestartet für Intel Core Ultra 200 der K-Serie und Z890-Boards mit bis zu DDR5-9600.

G.Skill Trident Z5 CK DDR5 CU-DIMM (48GB 2x24GB)
Markteinführung2024-10-24

Vollständiges Datenblatt

TypeDDR5 CU-DIMM (built-in clock driver)
Capacity48 GB (2x24 GB) launch kits
Launch KitsDDR5-9000 CL42-56-56-144 (Gear 2); DDR5-9600 CL46-58-58 (Gear 4)
Speed Rangeup to DDR5-9600 (rated overclock)
ProfileIntel XMP 3.0
Target PlatformIntel Core Ultra 200 K-series, Intel Z890
HeatspreaderMirrored black; piano-black bar (CK) or semi-translucent RGB bar (CK RGB)
VariantsTrident Z5 CK / Trident Z5 CK RGB

Die G.SKILL Trident Z5 CK-Serie ist eine Familie von DDR5-Speicherkits auf Basis des neuen CU-DIMM-Standards, die im Oktober 2024 als Extrem-Übertaktungsprodukt für Intels Desktop-Prozessoren Core Ultra 200 der K-Serie und für Mainboards mit Intel-Z890-Chipsatz vorgestellt wurde. Die Familie gibt es in zwei Ausführungen: die Trident Z5 CK mit klavierlackschwarzer Deckleiste und die Trident Z5 CK RGB mit halbtransparenter RGB-Lichtleiste. G.SKILL gibt an, dass die Kits bis zu einer übertakteten Nenngeschwindigkeit von DDR5-9600 erhältlich sind. Diese Seite erklärt, was ein CU-DIMM anders macht, was die Markteinführungs-Spezifikation aussagt und wie man solche extremen Kits vor dem Kauf einordnen sollte.

Was ein CU-DIMM ändert

Ein herkömmliches ungepuffertes DIMM (UDIMM) erhält sein Taktsignal direkt vom Speichercontroller des Prozessors. Mit steigenden Datenraten wird es zu einer der schwierigsten Aufgaben des Designs, dieses Signal über den Steckplatz und entlang des Moduls sauber zu halten. Ein CU-DIMM, kurz für Clocked Unbuffered DIMM, ergänzt das Modul um einen eigenen Taktbaustein, den Clock Driver (CKD). G.SKILL erklärt, dass dieser Chip das Signal zwischen CPU und Speicherchips stärken soll, was die Stabilität bei sehr hohen Geschwindigkeiten unterstützt. Er ersetzt weder einen leistungsfähigen Prozessor noch ein passendes Board oder BIOS; er gibt dem Modul eine sauberere Taktreferenz, damit der gesamte Speicherkanal mehr Spielraum hat. Die Trident-Z5-CK-Serie basiert auf diesem Standard, und die Spezifikation des Mainboards muss ihn ausdrücklich unterstützen: Das ASUS ROG Strix Z890-E Gaming WiFi führt beispielsweise Clocked-Unbuffered-DIMM-Unterstützung und übertaktete Nenngeschwindigkeiten von 9200+ MT/s auf.

Die Startkits

G.SKILLs Ankündigung nennt zwei Hauptkonfigurationen, beide mit 48 GB in Dual-Channel-Anordnung als 2x24 GB. Die erste ist DDR5-9000 mit den Timings CL42-56-56-144 im Gear-2-Modus, die zweite DDR5-9600 mit den Timings CL46-58-58 im Gear-4-Modus. Die Gear-Modi beschreiben bei Intel-Plattformen das Verhältnis zwischen Speichertakt und Takt des Speichercontrollers: In Gear 2 läuft der Controller mit halbem Speichertakt, in Gear 4 mit einem Viertel, was sehr hohe Speichergeschwindigkeiten auf Kosten eines langsameren Controllers ermöglicht. Deshalb nennen die beiden Kits unterschiedliche Timings und sind getrennte Produkte statt eines einzigen Profils.

Die Modulkapazität von 24 GB verdient eine Anmerkung. Sie ist keine Zweierpotenz und eine Größe, die nur bei DDR5-Designs mit Speicherchips der Dichte 24 Gigabit praktikabel wird. Solche Module bieten mehr Speicher als 16-GB-Kits, ohne auf 32-GB-Module umzusteigen, und sind in aktuellen Enthusiasten-DDR5-Kits verbreitet. Alle Kits nutzen Intel-XMP-3.0-Profile; die Nenngeschwindigkeit aktiviert man also, indem man das XMP-Profil im BIOS lädt. Unser Vergleich der Profile XMP und EXPO erklärt, wie Profile funktionieren.

Die Timings lesen

Die Zahlen nach der Geschwindigkeit sind die CAS-Latenz und verwandte Timings, gezählt in Speichertaktzyklen. Da DDR-Speicher pro Takt zweimal überträgt, ergibt sich eine grobe Umrechnung der CAS-Latenz in Zeit: Latenz in Nanosekunden gleich CL mal 2000 geteilt durch die Datenrate in MT/s. Angewendet auf die genannten Werte ergeben CL42 bei 9000 MT/s etwa 9,3 ns und CL46 bei 9600 MT/s etwa 9,6 ns. Das ist unsere eigene Rechnung aus den veröffentlichten Zahlen und keine Messung, sie zeigt aber, warum höhere Geschwindigkeit bei höherem CL einem langsameren Kit mit niedrigerem CL ebenbürtig oder überlegen sein kann. Unser Erklärbeitrag zu RAM-Geschwindigkeit und Latenz behandelt den Gedanken ausführlich.

Die DDR5-10000-Demonstration

G.SKILL berichtete außerdem, dass ein Trident-Z5-CK-Kit im Dual-Channel-Betrieb mit Luftkühlung DDR5-10000 erreichte, und zwar sowohl auf einem ASUS ROG Maximus Z890 Apex als auch auf einem ASRock Z890 Taichi OCF, nach zusätzlicher BIOS-Abstimmung von CPU- und Speichereinstellungen einschließlich Spannung und erweiterten Timings. Gezeigt wurden Memtest-Stabilität auf dem ASUS-Board und ein AIDA64-Bandbreitenergebnis auf dem ASRock-Board. Zwei weitere Demonstrationen der Ankündigung nutzten einen Core Ultra 9 285K auf dem ASUS-Board für das DDR5-9000-Ergebnis und einen Core Ultra 7 265K auf dem ASRock-Board für das DDR5-9600-Ergebnis. Man sollte das als Herstellerdemonstrationen eines Übertaktungsteams lesen: Sie zeigen das Potenzial der Module, aber keine Garantie, dass jede Kombination aus Prozessor, Board und Kühlung sie reproduziert. Die realen Ergebnisse hängen stark von der Güte des individuellen Speichercontrollers in der CPU ab.

Design

Beide Ausführungen verwenden Heatspreader mit spiegelnd schwarzer Oberfläche und führen damit die Designsprache der Trident-Z5-Familie fort. Die Trident Z5 CK hat eine klavierlackschwarze Deckleiste, die Trident Z5 CK RGB eine halbtransparente RGB-Lichtleiste. Die Oberfläche ist reflektierend, zeigt also Fingerabdrücke und Staub eher als eine gebürstete Fläche, und der hohe Heatspreader kann mit manchen großen Luftkühlern kollidieren; den Freiraum im eigenen System sollte man daher prüfen. G.SKILL nennt die Modulhöhe in der Markteinführungsmitteilung nicht, weshalb man vor dem Kauf die Produktspezifikationsseite konsultieren sollte.

Kompatibilität und Vorsichtshinweise

Diese Kits sind für Intel-Plattformen gedacht und nutzen XMP, nicht AMD EXPO; sie werden daher nicht für Ryzen-Systeme beworben. Außerdem braucht man ein CU-DIMM-taugliches Board. Wer ein konventionelleres Hochgeschwindigkeits-Kit für AMD oder Intel sucht, sieht im Vergleich Trident Z5 CK gegen Dominator Titanium RGB 64GB DDR5-6000, wie sich diese Familie gegenüber einem gängigen Premium-Kit schlägt, oder gegenüber dem älteren, bereits gelisteten Corsair Vengeance RGB DDR5-6000 mit 32 GB. Da G.SKILL angibt, dass sich Spezifikationen und Aussehen ohne Ankündigung ändern können und Produkte nicht in allen Märkten erhältlich sind, sollte man exakte Modellnummer, Timings und Plattformunterstützung beim Händler bestätigen lassen; Alternativen finden Sie in der Kategorie Arbeitsspeicher.

Eine kurze Kaufcheckliste

Bevor man ein solches Kit bestellt, sollte man prüfen, ob das Mainboard CU-DIMM-Unterstützung aufführt, und die dort genannte maximale Speichergeschwindigkeit notieren; das BIOS auf den neuesten Stand bringen; sicherstellen, dass der CPU-Kühler oberhalb der Module genug Platz lässt; und sich entscheiden, ob man die schlichte Trident Z5 CK oder die RGB-Version mit Lichtleiste möchte. Kits mit zwei Modulen sind die übliche Wahl für höchste Geschwindigkeiten, weil vier bestückte Steckplätze den Speichercontroller elektrisch stärker belasten. Wer die Nenngeschwindigkeit mit einem einzigen XMP-Profil betreiben möchte, sollte beim Händler die vollständige Modellnummer erfragen, damit er exakt die Spezifikation der Markteinführung erhält. Ebenso sinnvoll ist es, vor dem Einbau in Ruhe die Herstellerseite des Mainboards nach der Liste der getesteten Speichermodule zu durchsuchen und zu vergleichen, ob dort bereits Kits mit CU-DIMM und ähnlicher Geschwindigkeit aufgeführt sind, denn dieser Abgleich schützt vor unangenehmen Überraschungen nach dem Kauf.

Zusammenfassung

Die Trident-Z5-CK-Serie richtet sich an alle, die DDR5 auf Intels neuester Desktop-Plattform ausreizen wollen. Ihr prägendes Merkmal ist der Taktbaustein auf dem Modul nach dem CU-DIMM-Standard; die Startkits sind 48-GB-Dual-Channel-Sets mit einer Nenngeschwindigkeit von bis zu DDR5-9600. Alles in diesem Artikel stammt aus G.SKILLs Ankündigung, die Angaben zu den Übertaktungsergebnissen sind die des Herstellers. Beim Kauf sollte man bedenken, dass Speicher dieser Klasse vor allem für Anwender gedacht ist, die BIOS-Einstellungen selbst anpassen möchten, und dass ein reibungsloser Betrieb mit einem einfachen XMP-Profil nur dann zu erwarten ist, wenn Prozessor und Mainboard die Nenngeschwindigkeit tatsächlich tragen.

Produktbild: G.SKILL press material.